Nach dem Beginn des OPCO12 haben wir als Veranstalter diese Seite, den Kursblog, zur Startseite des OPCO12 gemacht. Auf dieser Seite ist am meisten los, denn hier werden alle Blogbeiträge, die von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern als auch vom Veranstalterteam im Zusammenhang mit dem OPCO12 veröffentlicht werden, aggregiert. Alle weiteren Infos zum OPCO12, zur Idee, zum Programm, zu den Möglichkeiten der Beteiligung und deren Anerkennung usw. finden Sie wie gewohnt über das Navigationsmenü links.
Kursblog als Startseite des OPCO12
16. Mai 2012Tablets – just another Groundhog day?
18. Mai 2012The blog post about the ‘Hype cycle‘ from learning4me reminded me on one some topics we covered during my MA study.
- The Groundhog day
- Roger’s five types of innovators
- Moore’s chasm theory
Terry Mayes used the plot of the film Groundhog Day (German title: Und täglich gruesst das Murmeltier) as a metaphor to describe how the experience of living through the excitement about technology in education always ended the same way – in disappointingly little change. Take Moodle the CMS (Course management system) for example. A couple of years ago Moodle was introduced in vocational schools, advertised as panacea and announced to revolutionise education. Currently just a few teachers adopted Moodle into their teaching and a mismatch between the potential of the CMS and their actual use is visible, insofar as it is used mainly as a repository for worksheets. I can only speak for my previous and my current school I work right now, but I assume that this applies for many more schools.
Everett Roger’s invented the ‘Five types of innovators’.
- The innovator
- the early adaptor
- the early majority
- the late majority
- the laggards
Roger’s ‘Diffusion of Innovations’ is a theory that seeks to explain how, why, and at what rate new ideas and technology spread through cultures (Wikipedia). Applying these innovation categories to education I would say that most schools belong to the late majority or even to the laggards.
However, according to Geoffrey A. Moore some technologies do not jump the chasm and never find their entry into ‘Main street’ . Sales figures for tablets are increasing and the early majority is already using it, but not necessarily in vocational schools.
Roger’s five types of innovators and Geoffrey A. Moore chasm theory respectively the ‘Technology Adoption Life Cycle’ shown in the image below from the Chasm Institute.
It remains to be seen if tablets find their way into classrooms and more importantly how they will be used.
The Mail & Guardian caution in their article ‘Apple for the teacher? iPads sow confusion in class‘ from March 2012 that
“Companies are encouraged to “not just dump computers” in schools, but provide training for how to integrate them into the curriculum.”
They continue arguing that
“Experts say technology in schools will only be effective if teachers have been trained to use the resources correctly.”
According to the JISC (1) study the main obstacles to successful implementation of innovative elearning practice were insufficient institutional support and lacking attitude from staff, which had doubts whether there would be any benefits. Yet, adequate training and provision of resources (e.g. staff allocated time) greatly helped to reduce staff resistance.
(1) JISC (2008) Exploring Tangible Benefits of e-Learning: Does Investment Yield Interest? [online], http://www.jiscinfonet.ac.uk/publications/publications/info/tangible-benefits-publication (Accessed 13 February 2011).
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Tablets im Kindergarten – Grundfragen
18. Mai 2012Der Horizon Report hat als zweite Technologie, welche sich in einem Jahr oder weniger im Bereich der Higher Education durchsetzten wird, Tablet-Computing benannt. Dieses ist natürlich eng mit den Mobile-Apps verbunden und beide können zusammen unter mobileLearning (mLearning) zusammengefasst werden. In der Live-Session zum Opco 2012 gab es am 9. Mai dazu eine längere Diskussion, nach einem im Vergleich zur vorhergehenden Woche kurzen Input. Dabei hat Beat Döbeli Honegger als Referent gleich am Anfang seines Vortrags die These “Tablets sind ein Hype” in den Raum gestellt und die Hervorhebung im Horizon Report kritisch betrachtet. Schon beim Thema “mobile Apps” kam es immer wieder zum Thema der Finanzierung (siehe auch Eintrag mLearning). Honegger fuhr fort mit fünf Thesen, wobei die erste “Tablets bringen nur im Kindergarten echt was Neues” lautet. Mit dieser These möchte ich mich im Folgenden kurz auseinandersetzen.
Weshalb bringen Tablets im Kindergarten etwas Neues?
Das wesentliche Argument von Honegger, weshalb Tablets so prädestiniert für Kinder im Vorschulalter (und im Prinzip auch in den ersten zwei Klassen sind) ist die Tatsache, dass man sie bedienen kann, ohne lesen und schreiben zu können. Die Bedienung über Piktogramme mit Gesten können nach Honegger schon Zweijährige. Wenn ich meinen eigenen zweijährigen Sohn betrachte, so kann ich mir gut vorstellen, wie die Kinder schnell den Umgang mit den Geräten lernen können. Aber wie sinnvoll ist es?
Technik im Kindergarten?
“Vorsicht Bildschirm!” titelte Manfred Spitzer 2005. Als Gehirnforscher argumentiert er, dass der Blick auf den Bildschirm (hier Fernsehen und Computer) gesundheitliche Folgen hat sowie die geistige Entwicklung negativ beeinflusst (einige dieser Argumente sind z.T. unausgewogen, aber alles im allen beachtenswert). Auch die Sachen auf den Tablets kann man nicht riechen und verschiedene Piktogramme fühlen sich nicht unterschiedlich an. Kurz Anwendungen auf den Tablets sprechen nur eingeschränkt die Sinne an. Alles was über das Tablet erlebt wird, wird nur eingeschränkt erlebt. Grundsätzlich sollte man also vor dem Einsatz solcher Geräte fragen, wie hoch der Nutzen ist und ob eventuell sogar die Gefahr besteht, dass dieser am Ende negativ ist (Kinder die nur vor den Tablets sitzen und konsumieren).
Qualifiziertes Personal?
Neben den Kindern sind da noch die Erzieher/innen. Der Großteil der Neuangestellten wird auch in den nächsten Jahren keinen Hochschulabschluss besitzen, dabei erhofft man sich durch die Akademisierung klare Qualitätsverbesserungen. Grundsätzlich ist in diesem Zusammenhang zu fragen: Sind die Erzieherinnen und Erzieher qualifiziert den Einsatz der Tablets zu betreuen? Ein Hochschulabschluss würde das nicht garantieren, aber sicherlich wäre für einen solchen Einsatz eine entsprechende (kritische) Weiterbildung eine wichtige Voraussetzung.
Die wichtigsten Fragen aus meiner Sicht
- Lernen die Kinder besser als vorher?
- Gibt es negative Effekte (fehlende Bewegung, Bildschirmabhängigkeit, Aggressivität)?
- Kann eine qualifizierte Betreuung durch die Erzieher/innen bzw. Pädagog/innen gewährleistet werden?
Dabei muss sich auch gefragt werden, ob eine neue Technologie zum Schluss nur dazu führen könnte, inadäquate Betreuung zu kaschieren. Wenn das Tablet dazu dient, mit den Kindern Farben zu üben, weil keine Betreuungsperson Zeit hat, dies mit ihnen zu tun, dann geschieht der Einsatz nicht zum Wohl des Kindes. Ein persönliches Lob kann nicht durch ein blickendes Lämpchen ersetzt werden.
Fazit
Kinder werden in einer Welt mit Medien groß: Fernseher und PC sind in den meisten Haushalten vorhanden und werden vor den Augen der Kinder genutzt oder sie sind bereits selbst Konsumenten. Davor in den Kindertagesstätten die Augen zu verschließen wäre falsch. Der Einsatz dieser Technik dort sollte aber immer unter der kritischen Abwägung von Vor- und Nachteilen erfolgen. Kinder müssen den richtigen Umgang mit diesen Medien lernen, dazu zählen auch Tablets. Häufig ist die Kita der einzige Ort, wo dies erfolgen kann, denn zu Hause werden solche Medien zu oft unkritisch als Babysitterersatz eingesetzt.
Tablets cannot substitute newspaper
18. Mai 2012
Newsday iPad Commercial
Not the newest movie, but it fit’s in here quite good as we are talking about the application of tablets
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Emotive Vocabulary in MOOCs: Context & Participant Retention
16. Mai 2012Worum geht es hier? Wo immer Massive Open Online Courses (MOOC) ausgerufen werden, stoßen sie auf großes Interesse. Viele Teilnehmer melden sich an, voller Schwung und Elan, sind in der ersten oder zweiten Woche des Kurses noch sehr aktiv, um dann nach und nach zu “verschwinden”. Entweder werden sie zu “Lurkern”, also Zaungästen des Kurses, oder sie verlassen den Kurs ganz. Aber vielleicht, so die Vermutung der Autoren, gibt es ja in der Kommunikation der Kursteilnehmer Hinweise darauf, ob und wann das Interesse sich verändert oder nachlässt?
Um dieser Frage nachzugehen, haben die Autoren die Diskussionsbeiträge des MobiMOOC, der zwischen dem 2. April und 14. Mai 2011 stattfand und sich ganz dem Thema Mobile Learning widmete, untersucht. Ihre Hypothese war, dass der Gebrauch von “emotive vocabulary” in den Forenbeiträgen Rückschlüsse auf das weitere Engagement der Teilnehmer zulässt. Diese Hypothese, das sei vorweggenommen, hat sich nicht bestätigt: “The results indicated that emotive vocabulary usage did not significantly predict or impact participation retention in MobiMOOC.”
Trotzdem ist dieser Artikel unbedingt lesenswert! Denn er enthält z.B. konkrete Zahlen zum besagten MobiMOOC: 536 Teilnehmer, davon 13,3 Prozent aktiv und 86,7 Prozent inaktiv oder Abbrecher. Es gibt außerdem eine interessante Einordnung der Teilnehmer in “lurking participants”, “moderately active participants” und “memorably active participants”. Es werden kluge Gedanken zum Ablauf eines MOOC formuliert. Und schließlich ist der Artikel in meinen Augen nichts anderes als ein konkreter Anwendungsfall von “Learning Analytics”, also des Themas, das uns im Rahmen des opco12 ab Anfang Juni beschäftigen wird.
Apostolos Koutropoulos u.a., European Journal of Open, Distance and E-Learning (EURODL), 10. Mai 2012
#opco12 – 1:1 und BYOD
16. Mai 2012
In der Diskussion des Tablet Computing während des Online-Events des OpenCourse 2012 am 9.5.12 wurde ein wichtiger Aspekt angesprochen und diskutiert (angeregt von Beats Folie 3): BYOD (Bring Your Own Device; Pro und Kontra wird auch für Firmen diskutiert), manchmal auch noch breiter gefasst als BYOT (Bring Your Own Technology). Die Notwendigkeit einer 1:1-Ausstattung setzte ich hier mal voraus; deren Begründung/Diskussion möchte ich später nachschieben. Dies vorausgesetzt stellt sich dann die Frage, macht BYOD wirklich Sinn? Im Schul-/Hochschulkontext bedeutet es konkret, sich in entsprechenden Lehr-/Lernsituationen auf die Verfügbarkeit der notwendigen Geräte bei den Lernenden zu verlassen.
Ein verlockender Gedanke dabei ist, einfach mal anfangen zu können, ohne auf Investitionen des Schulträgers warten zu müssen. Aber: Was ist mit den Lernenden, die sich kein entsprechendes Gerät leisten können? Wir sprechen hier ja von Smartphones, Tablets, Netbooks, Notebooks usw., deren Leistungsfähigkeit einen Mindeststandard erfüllen (also WLAN-fähig, Programme/Apps für Mail, Social Media-Clients, Text, Bild, Video). Das haben nicht alle, schon gar nicht in Kindergarten (Beats Folie 1) oder Grundschule. Selbst an Hochschulen sind entsprechende Defizite auszugleichen. René Wegener berichtete von Leihgeräten an der Uni Kassel. Philipp Gebhardt weist aber zurecht darauf hin, dass damit Aufgaben nur verschoben werden: nämlich Eigenfinanzierung und Eigenadministrierung der Systeme. Gerade die Administration spricht wieder für einheitliche Ausstattung und speziell für Tablets (vgl. die ipadklassse). Wobei allerdings auch Cloud Computing ein Schritt zur Vereinheitlichung sein könnte.
Mich würden jedenfalls detaillierte Praxisberichte interessieren, wie BYOD im Alltag aussieht (ein Beginn ist mit Mandys Bericht BYOD am EduCamp gemacht). Gerade weil nicht 100% des Unterrichts plötzlich nur noch mit den digitalen Geräten bestritten wird, sondern diese punktuell, dort wo didaktisch sinnvoll, genutzt werden sollen - wie im Übrigen andere Unterrichtsmittel ja auch - ist die für Lehrende und Lernende problemlose Integration in das Unterrichtsgeschehen sicher zu stellen. Dabei wirkt das neuartige Interface der Tablets (Touchscreen, Frank Thissen hat in der Online-Diskussion darauf hingewiesen) eindeutig erleichternd.
Meiner Ansicht nach eröffnet die 1:1-Ausstattung mit gleichartigen Geräten aber vor allem (abgesehen davon, dass unterschiedliche Geräte dann kein Statussymbol mehr darstellen) ganz neue Möglichkeiten für die Kooperation und Kollaboration von SchülerInnen bzw. Gruppen innerhalb und außerhalb der Schulen (vgl. auch Derndorfers Vortrag in Goldau). Es würde natürlich auch die Verfügbarkeit und den Austausch von Materialien erleichtern. Darin sehe ich u.a. den häufig nachgefragten didaktischen Mehrwert.
Ich gehe im Übrigen nicht davon aus, dass die Bildungsministerien der Länder, die 1:1-Ausstattungen vorantreiben, die notwendigen Investitionen nur deshalb tätigen, um modischen Trends zu folgen (wie etwa Uruguay mit OLPC/XO, Argentinien, Türkei oder Thailand). Es ist doch eher die Frage, ob dort nicht pragmatisch und konsequent und unbelasteter von Grundsatzdiskussionen als bei uns der Schritt in die globalisierte Wissensgesellschaft/Informationsgesellschaft vorbereitet wird.
En fertiges, schlüssiges Konzept zur 1:1-Ausstattung unserer Schulen habe ich nicht in der Tasche. Viele Details blieben zu klären. Zur Vertiefung empfehle ich das Themenheft 1:1-Ausstattung (Heft 81 der Zeitschrift Computer + Unterricht). Um heterogene Umgebungen mit privater Hardware in der Schule wird es auch beim 3. Workshop Lerninfrastrukturen an Schulen gehen im Rahmen der DeLFI 2012 an der FernUniversität Hagen (24.- 26.09.2012).
Tablets in der beruflichen Weiterbildung
16. Mai 2012Meines Erachtens ist die Integration von Tablets in der beruflichen Weiterbildung in bestimmten Szenarien denkbar und sinnvoll. Dabei können u. a. folgende Verwendungsarten unterschieden werden:
- Tablet-User nutzt Apps: Bei dieser Variante liegt der Unterschied zur Nutzung eines Smartphones wesentlich in der Bildschirmgröße. Der Lernende nutzt also dieselben Apps, die er auch auf seinem Smartphone installieren kann. Die Apps können themenspezifisch Lerninhalte und -übungen beinhalten. Jedoch sind auch Apps vorstellbar, die aus Darstellungsgründen ein größeres Bildschirmformat brauchen und somit nur auf Tablets “passen” und auf Smartphones nicht. Interessant ist hier sicherlich auch, ob Tools zur Eigenerstellung von Apps diesen Format-Aspekt gezielt berücksichtigen.
- Tablet-User nutzt Browser: Hier nutzt der Lernende den Internet-Browser auf dem Tablet. Diese Variante bietet die üblichen Zugänge auf WBTs, offene oder geschützte Plattformen wie Wikis oder Lernmanagementsysteme. (Gerade Erfahrungen mit ILIAS oder Moodle auf einem Tablet sind interessant.) Abgesehen vom Kontext diverser Lehr-Lern-Arrangements könnten Tablets zukünftig auch gewisse Vorteile in betrieblichen Wissensmanagement-Szenarien haben, dies ist jedoch ein anderes (wenn auch hier verzahntes) Thema.
- Tablet-User nutzt E-Books: Für E-Books erscheinen mir Tablets viel besser geeignet als Smartphones. Häufig sind E-Book-Formate ähnlich “geschlossen” wie Apps, laufen also nicht im klassischen Browser, aber die E-Books sind hier zumeist auf Tablets und auf PCs nutzbar. Innovativ sind sicherlich Entwicklungen wie die “Blended Book-Lösungen”, auf die im WsW-Blog verwiesen wird.
Die Beschreibung o. g. Verwendungsarten erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie können in unterschiedlichen Szenarien zum Einsatz kommen. Neben üblichen Szenarien, die vergleichbar den “klassischen” PC- oder Notebook-Einsätzen gestaltbar sind, sehe ich einen wesentlichen Unterschied im “Device Einsatz Tablet” bei den Trainings-Varianten…
…Training-on-the-job und
…Training-near-by-the-job.
Im Gegensatz zu Trainings-off-the-job handelt es sich bei diesen Varianten jedoch nicht um Workshops, Kurse oder (Blended Learning-) Seminare. Vielmehr geht es bspw. um Unterweisungen am Arbeitsplatz, Projektgruppenarbeit, Qualitätszirkel, Mentoring etc.
O. g. unscharfe Grenze zwischen Training und Wissensmanagement kommt hier also zur Geltung. In diesen Varianten kann das Tablet “dabei sein” ohne “aufzutragen”, es kann “einfach mitgenommen werden”, in bestimmten Phasen kann auf Content “im Tablet” verwiesen werden, zum Beispiel kann der Mentor und Lernende im Gesprächsverlauf auf Projekt-Wikis zugreifen, die situativ Referenz-Fälle multimedial off- und online vorhalten und erklären. (Die hin und wieder geäußerten Bedenken hinsichtlich WLAN-Bereitstellungen sind nach meiner Erfahrung übrigens im beruflichen Kontext viel geringer als in Schulen.) Auch diese Betrachtungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Ich möchte abschließend auf zwei Quellen verweisen, die unmittel- und mittelbar im Zusammenhang des “Device Einsatz Tablet” in der beruflichen Weiterbildung stehen und sehr lesenswert für “unseren OPCO12-Kurs” sind:
- Artikel “Weiterbildung an den Pflegealltag anpassen” v. d. Fachschule für Gesundheit Gera
- Fachbeitrag “Mobiles Lernen in der Berufsbildung” v. Sabine Seufert/Tobias Jenert/Andrea Kuhn-Senn
Weitere Gedanken folgen.
Oliver Basel
Teilnehmerblog für die, die keinen eigenen Blog eröffnen wollen
15. Mai 2012Unter dem Begriff und Link Teilnehmerblog haben wir begleitend zum Open Online Courses “Trends im E-Teaching – der Horizon Report unter der Lupe” einen Blog eröffnet, der Teilnehmenden bereit steht, die keinen eigenen Blog einrichten, aber dennoch Beiträge verfassen möchten. Um diesen Blog nutzen zu können, muss man einfach nur eine Email mit der Anfrage auf Schreibrechte für den Teilnehmerblog an technik@opco12.de senden. Man erhält dann eine automatisch generierte Mail, die man nur bestätigen muss.
Beiträge, die im OPCO12-Blog erscheinen sollen müssen mit dem Schlagwort OPCO12 versehen werden. Andere Beiträge tauchen dort nicht auf. Daher können Sie den Teilnehmerblog auch zum Üben des Editierens von Beiträgen nutzen, z.B. als so genannten Sandkasten.
Viel Spass bei der Nutzung! Ihr OPCO-Team
Tablets auf der Hype-Kurve
14. Mai 2012Wo habe ich die nur kürzlich gesehen, diese Grafik zur Einführung von neuen Technologien? Das läuft typischerweise so ab:
- Entwicklung der Technik
- mehr oder weniger lange Zeit vergeht mit Optimierung
- zu einem schwer zu definierenden Zeitpunkt baut sich eine Welle auf, die zunächst mit Technik-Freaks beginnt und dann über Early Adopter die Masse erreicht
- ein Hype entsteht, das Gerät wird als Heilsbringer betrachtet
- nach mehr oder weniger langer Zeit melden sich kritische Stimmen, die sich mehren, bis die neue Technologie als eigentlich weitgehend nutz- und effektlos gilt
- Schließlich setzen sich nüchternere Betrachtungsweisen durch, wenn es gut geht, haben ernsthafte Studien inzwischen Ergebnisse geliefert, die die Felder herausarbeiten, wo die neue Technologie Positives leisten kann und wo eben nicht (oder zumindest nicht mehr als lange eingegeführte Methoden/Technologien)
Die spannende Diskussion, die hier und anderswo zu Tablets läuft, scheint sich geradezu idealtypisch da hineinzufügen.
Was lerne ich daraus?
Tablets sind wahrscheinlich weder die Lösung aller Bildungsprobleme noch ein nutzloses Spielzeug. Denn eines kann man Tablets nicht absprechen: Sie haben ihren eigenen Zauber, sie haben eine emotionale Komponente, die ein Laptop einfach nicht hat. Und der Zugang zum Lernen geht eben nicht nur über den Kopf …
Ich danke der OPCO12-Gemeinde für die vielen anregenden Gedanken!
Petra
PS: Dank Herrn Robes hier auch noch die Kurve, wie sie auf wikipedia steht. “Erfunden” hat sie
Gartner-Beraterin Jackie Fenn … (The Microsoft System Software Hype Cycle Strikes Again, Jackie Fenn, 1995) und [sie] dient heute Technologieberatern zur Bewertung in der Einführung neuer Technologien
Tablets, Apps und das Internet der Dinge
14. Mai 2012Fast wie bestellt für unsere Themenwoche im opco12 hat Gabi Reinmann letzte Woche einen Vortrag an der Universität Trier gehalten und das Redemanuskript (!) online zur Verfügung gestellt. Also fast eine Pflichtlektüre für opco12-Teilnehmer. Der Untertitel lässt bereits ahnen, was ihr am Herzen liegt: “Der weite Weg von der technischen Invention zur didaktischen Innovation”. Im Text arbeitet sie sich zuerst an denen ab, die begeistert von den Möglichkeiten neuer Technologien für das Lehren und Lernen schwärmen und fragt kritisch: “Wo genau ist denn das Problem, das man beispielsweise via Apps, Tablets und Internet der Dinge lösen will?” Auch der Horizon Report, so Gabi Reinmann, gibt hier keine Antworten.
Dann also darauf warten, dass die Didaktiker ihre Probleme und Anforderungen formulieren, um dann zu schauen, wo die Technik unterstützen kann? Das wäre zuviel des Vertrauens in eine Disziplin, die sich lieber auf Bewährtes zurückzieht als “Entwicklungsforschung” zu betreiben. Also plädiert Gabi Reinmann für eine pragmatische Vorgehensweise, die sich an den drei didaktischen Imperativen “Vermittlung”, “Aktivierung” und “Betreuung” orientiert und diese zu “schlüssigen didaktischen Szenarien” verbindet. Und hier haben die neuen Technologien, wenn ich es richtig verstanden habe, ihren Platz. Lesenswert!
Gabi Reinmann, e-Denkarium, 11. Mai 2012


