07. – 18.Mai 2012: Tablet Computing

(Moderation des Themenblocks: Dr. Joachim Wedekind, e-teaching.org und IWM Tübingen)

I. Hintergrund

Vor genau zwei Jahren wurde mit dem Erscheinen des iPad eine neue Geräteklasse digitaler Medien definiert, nämlich die sog. Tablets (zum Unterschied von Tablets und Tablet-PCs finden sich Anmerkungen bei Döbeli hier, hier und hier). Nach dem iPad sind inzwischen Dutzende weitere Geräte erschienen. Die Funktionalität wird wesentlich bestimmt durch die Verfügbarkeit von Zusatzprogrammen (kurz Apps, von engl. Application), die allerdings zwischen den Betriebssystemen (iOS von Apple, Android von Google, Windows Phone von Microsoft u.a.) nicht austauschbar sind. Des Weiteren sind die Geräte charakterisiert durch berührungsempfindliche Oberflächen, die eine Multi-Touch-Bedienung erlauben, Sensoren, ähnlich wie bei Smartphones, sowie geringes Gewicht und lange Akku-Laufzeiten, wodurch sie prädestiniert sind für die individuelle Nutzung lokal und unterwegs.

Im Horizont Report 2012 sind Tablets zum ersten Mal aufgenommen und bewusst von mobilen Endgeräten (kurzfristiger Zeithorizont im Report 2011) bzw. mobile Computing (kurzfristiger Zeithorizont im Report 2010) abgetrennt worden. Aufgrund der oben genannten Eigenschaften wird ihnen die Erschließung neuer Lernerfahrungen zugeschrieben, die mit herkömmlichen (digitalen) Medien schlicht nicht gegeben sind. Zumindest das Medienecho scheint diese Einschätzung zu bestätigen: Fast täglich gibt es Meldungen über die Einrichtung sog. “iPad-Klassen” an Schulen und iPad-Projekten an Hochschulen.

In diesem Themenblock wollen wir diskutieren und abschätzen, ob diese Entwicklung tatsächlich bereits kurzfristig zu neuen Ausstattungsinitiativen und zu nachhaltig veränderten Nutzungskonzepten im Lehr-/Lernkontext führen werden. Wir haben zwei Experten gewinnen können, die uns vorbereitendes und einführendes themenbezogenes Material zur Verfügung gestellt haben und die am Online-Event an der Diskussion teilnehmen werden:

Prof. Beat Döbeli Honegger ist Dozent für Medienbildung und Informatikdidaktik mit Forschungsauftrag am Institut für Medien und Schule (IMS) sowie Leiter E-Learning an der PHZ Schwyz in Goldau. Er bringt seine Erfahrungen aus zwei Pilotprojekten ein, einem abgeschlossenen zweijährigen iPhone-Projekt und dem laufenden Projekt “Digitaler Alltag” in einer Grundschulklasse mit iPads und zwei Klassen mit iPod touchs.

René Wegener (Universität Kassel) ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachgebiet Wirtschaftsinformatik (Lehrstuhl Prof. Leimeister), das sich am Projekt Mobiles Lernen der Universität Kassel beteiligt hat. Konkret wurden in der Lehrveranstaltung „Einführung in die Informationswissenschaften I“ das Nutzungsspektrum von iPads in einer Massenveranstaltung und neuartige Lernszenarien erprobt, bei denen die Studierenden an interaktiven Übungen teilnehmen, die Veranstaltung live von zu Hause verfolgen sowie orts- und zeitunabhängig mit Web Based Trainings lernen können.

Beide Experten haben uns Materialien zur Verfügung gestellt (s.u.), mit denen Sie sich auf das Thema Tablet Computing vorbereiten und einstimmen können.

Wir möchten das Online-Event dazu nutzen, inhaltliche Fragen zu den Projekten zu klären, insbesondere aber auch, um sich daran anschließende Fragen zu diskutieren, wie z.B.

II. Lektüre und Material

Material zum iPhone-Projekt Goldau

Material zum Projekt Mobiles Lernen (Kassel)

Ergänzendes Material


III. Online Event:

Mittwoch, 09.05.2012, 17:00 Uhr
Referenten: René Wegener (Universität Kassel, Fachgebiet Wirtschaftsinformatik), Prof. Beat Döbeli Honegger (PHZ Schwyz, 6410 Goldau)
Aufzeichnung des Online Events (Adobe Connect): http://connect8.iwm-kmrc.de/p7vxibo4d7d/

Nachlese:

IV. Weitere Aktivitäten

16 Antworten auf 07. – 18.Mai 2012: Tablet Computing

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  4. Martina Grosty sagt:

    Ich kann mich heute nicht zu dem Online Event anmelden. Ich erhalte leider immer eine Fehlermeldung.

  5. Martina Grosty sagt:

    Es lag am Firefox mit dem IE hat es dann doch noch geklappt.

  6. Agnieszka Bujara sagt:

    Ich habe während des Online-Events den Eindruck gehabt, dass die Tablets erst vereinzelt ihren Platz im deutschen Bildungsbereich suchen. Dies steht, wenn man sich den Artikel im Horizont Report anschaut, im Gegensatz zu der Situation in den USA.
    Die kiritsche Auseindersetzung mit dem Thema war ein positives Zeichen dafür, dass man in erster Linie nach den Mehrwerten (im didaktischen, organisatorischen, etc. Sinne) sucht und der Situation anpasst.

    Vielen Dank an die Herren Döbeli Honegger, Wegener und Wedekind für eine sehr ertragreiche Diskussion!

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  9. xuesheng sagt:

    Auch ich finde die Mehrwertdiskussion zum Thema Tablet sehr interessant – bin gerade selber am Überlegen, ob für mich zum mobilen Internet- und pdf-Lesen und Textverarbeiten ein Netbook oder ein Tablet das richtige ist.
    Netbooks gibt es teilweise mit MS Windows und Office, also kompatibel zu meinem “großen” Rechner, dafür sind die Akkulaufzeiten nicht gerade berauschend. Tablets halten länger durch, haben aber wieder völlig andere Betriebssysteme und es scheint für den einfachen Anwender ziemlich mühsam zu werden, aus dem Dschungel der Apps eine geeignete herauszusuchen, mit der man den Transfer zwischen den Gerätschaften einigermaßen hinbringt. Formatierungsprobleme und Zeitverlust scheinen vorprogrammiert.
    Könnte es sein, dass hier (beim Arbeits-, nicht beim Spaßeinsatz)der Mehrwert vom mitgeliefertem Service (Beratung, Installation) abhängt? Ich jedenfalls möchte mit Hilfe des Geräts Inhalte lernen und nicht, wie man alternative Anwendungen installiert und bedient.
    Die bestehende, noch funktionierende Ausrüstung über Bord zu werfen um bei Neuausstattung über einen einzigen Anbieter Kompatibilität zu erreichen wäre jedenfalls sowohl finanziell als auch abfallwirtschaftlich ziemlicher Wahnsinn :(

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